Archiv 2024

...durch das Band des Friedens

Gemeinsamer Gottesdienst mit unseren katholischen Nachbarn zum diesjährigen Weltgebetstag

am Freitag, dem 1. März um 16:30 Uhr
in der St. Thomas-Morus-Kirche,
Thomas Morus Weg 11.

Alle Interessierten sind vorher ab 15:00 Uhr eingeladen zu Kaffee, Sesamschnecken und Informationen über das Land des Weltgebetstags: Palästina!

In der Vorbereitung standen wir vor der Herausforderung, wie wir nach dem 7. Oktober 2023 mit diesem Thema umgehen sollten. Auch die Frauen, die an den Vorbereitungs-Workshops teilgenommen haben, waren angespannter und unruhiger als sonst. Aber im Austausch war uns schnell deutlich, dass es nicht unsere Aufgabe sein kann, den Nahostkonflikt zu lösen - oder auch nur vollständig zu verstehen.  Die Aufgabe des Weltgebetstages ist es jedoch immer, die Situation der Frauen im jeweiligen Land und ihre ganz besonderen Nöte wahrzunehmen. Und mit ihnen zusammen für einen gerechten Frieden zu beten. Warum sollten wir das ausgerechnet für die palästinensischen Frauen nicht tun? Gerade jetzt.

So haben wir uns darangemacht, wenigstens in Grundzügen die schwierige Situation und ihren geschichtlichen Hintergrund zu verstehen und die Lebensbedingungen der Menschen in den besetzten Gebieten, insbesondere der Frauen wahrzunehmen. Und darüber hinaus zu schauen: wie leben die wenigen ChristInnen in Palästina und welche Bedeutung hat ihr Leben und Glauben für ihr Land?
Nach drei Stunden intensiver Workshop-Arbeit waren wir alle ermutigt und motiviert, uns mit diesem Gottesdienst an die Seite unserer palästinensischen Schwestern zu stellen und mit ihnen und für sie zu beten:

... durch das Band des Friedens.

Seien Sie herzlich eingeladen, kommen Sie und beten Sie mit!

(Dörte Kraft, Vorbereitungsteam WGT workshops)

Gemeinsames Gebet - eine Gratwanderung

Am Weltgebetstag wandert ein Gebet einmal um die ganze Welt. Der nächste Weltgebetstag findet am 1. März 2024 statt. Er steht unter dem Titel: „… durch das Band des Friedens“. Frauen aus Palästina haben für den Gottesdienst die Geschichte aus der Bibel, die Lieder und die Gebete ausgewählt. Die Diskussion über den Weltgebetstag 2024 zu Palästina war in Deutschland schon vor den unfassbaren Terrorakten der Hamas vom 7. Oktober 2023 und den Militäreinsätzen Israels im Gazastreifen schwierig und teils polarisiert: Kann man für Palästina beten, ohne sich damit gegen Israel zu stellen?

„Angesichts von Gewalt, Hass und Krieg in Israel und Palästina ist der Weltgebetstag mit seinem diesjährigen biblischen Motto aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus ´…durch das Band des Friedens` so wichtig wie nie zuvor“, betont die evangelische Vorstandsvorsitzende des WGT, Brunhilde Raiser. „Der Terror der Hamas vom 7. Oktober jedoch und der Krieg in Gaza haben die Bereitschaft vieler Menschen in Deutschland weiter verringert, palästinensische Erfahrungen wahrzunehmen und gelten zu lassen. Die neuen Erläuterungen sollen jetzt dazu beitragen, die Worte der palästinensischen Christinnen trotz aller Spannungen hörbar zu machen.“
Das vom nationalen deutschen Komitee verantwortete Vorwort der Gottesdienstordnung wurde nach dem 7. Oktober neu formuliert. Mit Blick auf „die unfassbaren und grausamen Terrorakte der Hamas vom 7. Oktober 2023“ und den Gaza-Krieg heißt es dort jetzt: „Wann, wenn nicht jetzt sollten christliche Frauen aller Konfessionen sich weltweit zu Gottesdienst und Gebet, zu Klage und Schweigen, zu inständigem Bitten um Frieden versammeln?“ Der vorher unkommentierte zentrale Psalm 85 wird neu eingeleitet mit dem allgemeinen Hinweis auf Psalmen: „Als alte jüdische Gebete sind sie Teil der Hebräischen Bibel, die zu den gemeinsamen Wurzeln von Judentum und Christentum gehört.“ Die Fürbitten wurden durch eine Bitte für alle, die seit dem 7. Oktober in Israel und Palästina „in unvorstellbarem Ausmaß unter Terror, Not und Krieg und sexualisierter Gewalt leiden“ ergänzt, gefolgt von einer kurzen „Zeit des Schweigens“. Bei der ebenso wie das Vorwort vom deutschen WGT verantworteten Ansage zur Kollekte, wird die Zusammenarbeit von palästinensischen und israelischen Frauen hervorgehoben. Zum Beispiel bei der israelischen Frauenorganisation MachsomWatch (MW), die sich für einen menschenwürdigen Umgang an den Checkpoints der besetzten Gebiete einsetzt.

Schutz vor und Umgang mit sexualisierter Gewalt

Mit großer Betroffenheit haben wir die Ergebnisse der ForuM-Aufarbeitungsstudie zu sexueller Gewalt in der evangelischen Kirche seit 1946 wahrgenommen, die am 25.01.2024 veröffentlicht wurden.
Wir sehen, dass in unserer evangelischen Kirche Menschen Gewalt an Körper und Seele angetan wurde, die nicht zu ermessen ist. Damit hat unsere Kirche in ihrer Aufgabe und ihrem Anspruch versagt, das Evangelium von Gottes Liebe und Menschfreundlichkeit glaubhaft zu vertreten. Das trifft uns als VertreterInnen der evangelischen Kirche hier vor Ort und nimmt uns in die Pflicht.

Wir wollen und werden auch als Gemeinde Aufarbeitung unterstützen, wo das in unseren Händen liegt. Und wir werden alles unternehmen, damit die Erlösergemeinde ein sicher, geschützter und gewaltfreier Ort für alle Menschen ist.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unser „Schutzkonzept zur Verhinderung von Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung in der Evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde Münster“. Das Schutzkonzept wurde am 20.11.2023 vom Leitungsorgan der Gemeinde, dem Presbyterium beschlossen und lag dem Kirchenkreis Münster am 29.11.2023 zur Beratung vor. mehr

Zentrale Elemente dieses Konzepts sind:

  • Haupt- und Ehrenamtlich dürfen ihre Arbeit mit Kindern erst nach Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses  aufnehmen. Dieses Führungszeugnis muss regelmäßig erneuert werden.
  • Haupt- und Ehrenamtliche verpflichten sich durch ihre Unterschrift, die Regeln zum Schutz unserer Gemeindeglieder einzuhalten.
  • Haupt- und Ehrenamtliche nehmen an Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt teil.
  • Ein Notfallplan regelt verbindlich das Vorgehen in Verdachtsfällen.

Die Zentrale Anlaufstelle.help 0800 50 40 112 unterstützt als fachlich kompetente Vermittlungsstelle mit einem kirchenunabhängigen Beratungsangebot bei sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche oder Diakonie. Die kostenlose Beratung ist unabhängig, anonym und unterliegt der Schweigepflicht.
Das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ 0800 22 555 30 ist eine bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt, für Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld, die Entlastung, Beratung und Unterstützung suchen, und für Fachkräfte.

Zwischenlösung für Räumlichkeiten des Paul-Gerhardt-Hauses in greifbarer Nähe

Zum Ende des Jahres 2023 wurde das Paul-Gerhardt-Haus an der Friedrichstraße 10 stillgelegt. Grund hierfür sind neben den vertragsrechtlichen Gründen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Bildungs- und Begegnungscampus (BBC) vor allem auch die feuerschutztechnischen Mängel des Paul-Gerhardt-Hauses. Die Gemeindearbeit der Erlöser-Kirchengemeinde findet daher aktuell in der Erlöserkirche und in den Räumen im Bezirk Epiphanias statt.

Am vergangenen Wochenende wurde das leerstehende Gebäude / die Räumlichkeiten des alten ]pg[, von einer Protest-Gruppe unter dem Motto "Protest gegen den Abriss" besetzt, die mit dieser Aktion "eine adäquate, sichere und direkte Lösung, um die offene Jugendarbeit und die offenen Angebote des ]pg[ fortzuführen" fordert.
Das Presbyterium der Evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde nimmt sehr deutlich wahr, dass die derzeit noch nicht abschließend geklärte Perspektive des ]pg[ mit Blick auf die Jugendarbeit für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Neubaus, der auch entsprechende Räumlichkeiten beinhalten wird, als sehr belastend erlebt wird. Derzeit wird daher von allen Beteiligten und in aller Interesse mit Hochdruck daran gearbeitet, den „Schwebezustand“ zu beenden und eine tragfähige Lösung für die Zwischenzeit der Baumaßnahmen zu finden.

Fakt ist:

  • Im Bildungs- und Begegnungscampus (BBC), der in der Trägerschaft der St. Franziskus-Stiftung Münster entsteht, sind Räume für die offene Jugendarbeit (HOT) eingeplant. Die genaue Ausgestaltung dieser Verträge verhandelt die Erlöser-Kirchengemeinde aktuell mit der St. Franziskus-Stiftung Münster und weiteren Partnern, um das HOT an diesem Standort zu erhalten.
  • Für die Übergangszeit, bis der BBC fertiggestellt wird, sucht die Gemeinde insbesondere mit der Stadt nach geeigneten Räumen und ist hier bereits sehr konkret vorangekommen. In die damit verbundenen Prozesse und Abstimmungen ist die Leitung des HOT eng eingebunden, sodass in absehbarer Zeit das HOT seine Arbeit wieder aufnehmen kann. Aktuell können die Angebote des ]pg[ zumindest teilweise in den Räumen des Jib an der Hafenstraße, im ABI-Südpark und Kreativhaus durchgeführt werden.
  • Da das Gebäude inzwischen nicht mehr im Besitz der Erlöser-Kirchengemeinde ist, übt die Besetzung vorwiegend Druck auf die Planungen unseres Partners, die St. Franziskus-Stiftung aus. Diese ist nicht am Prozess der Suche nach einer Übergangslösung beteiligt, sondern erarbeitet mit den beteiligten Partnern tragfähige und zukunftsweisende Lösungen für die Situation nach der Übergangzeit.

Neben den beteiligten Partnern, die im Vorfeld laufend und transparent über das geplante Bauvorhaben informiert haben, distanziert sich auch der Leiter des HOT von der Besetzung und der rechtswidrigen Aktion. Insofern erschwert die Besetzung des Gebäudes die wichtige Arbeit für den Erhalt des HOT, an dem alle Beteiligten mit erheblichem Aufwand weiterarbeiten.

Das Presbyterium

demnächst...im Bezirk Epiphanias


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