Archiv 2025
Ökumenische Befürchtung, "dass die deutsche Demokratie massiven Schaden nimmt"
Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz äußern sich kritisch zum Entwurf des "Zustrombegrenzungsgesetzes". In ihrer gemeinsamen Stellungnahme betonen Sie, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht zur Lösung migrationspolitischer Herausforderungen beitragen.
Insbesondere die Einschränkungen beim Familiennachzug und die erweiterten Befugnisse der Bundespolizei werfen aus Sicht der Kirchen rechtliche und ethische Fragen auf. Die Stellungnahme plädiert für eine verantwortungsbewusste Migrationspolitik, die menschenrechtliche Grundsätze wahrt und gesellschaftliche Integration ermöglicht. In der Stellungnahme heißt es außerdem, die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen hätten keinen der Anschläge verhindert, die Anlass für die aktuelle Debatte sind.
Der Gesetzentwurf der Union sieht unter anderem vor, eine Begrenzung der Migration als Ziel im Aufenthaltsgesetz festzuschreiben und den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten zu beenden. Er wurde bereits im vergangenen Jahr im Bundestag beraten, wird nun aber als Reaktion auf die Messerattacke in Aschaffenburg zur Abstimmung gestellt.
Weil SPD und Grüne die Pläne der Union ablehnen, hat der Entwurf nur eine Chance, wenn neben anderen auch die AfD im Bundestag zustimmt. Das gilt auch für zwei Anträge der CDU/CSU-Fraktion zur Verschärfung der Asylpolitik, über die bereits am Mittwoch abgestimmt werden soll. Darin enthalten ist die rechtlich umstrittene Zurückweisung Schutzsuchender an den deutschen Grenzen.
In einem Begleitschreiben zu der Stellungnahme äußern die Kirchen Befremden über „Zeitpunkt und Tonlage“ der aktuellen Debatte. „Sie ist dazu geeignet, alle in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten zu diffamieren, Vorurteile zu schüren und trägt unserer Meinung nach nicht zur Lösung der tatsächlich bestehenden Fragen bei“, heißt es darin.
Die Prälaten warnen davor, Anträge für eine Verschärfung der Asylpolitik mit Unterstützung der AfD durch den Bundestag zu bringen. Die Fraktionen hätten sich mit der Auflösung der Ampel-Koalition darauf verständigt, keine Abstimmungen herbeizuführen, in der die Stimmen der AfD ausschlaggebend sind, heißt es in einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten. „Wir befürchten, dass die deutsche Demokratie massiven Schaden nimmt, wenn dieses politische Versprechen aufgegeben wird.“
Den Originaltext des Schreibens lesen Sie hier.
TuTgut! Konzert mit dem wunderbaren Fischer/Fleige Duo
Wir laden Ende November ein zum TuTgut! Konzert mit dem wunderbaren Fischer/Fleige Duo an Piano, Gitarre und Posaune.
Im Dezember 2020 veröffentlichte der Münsteraner Arrangeur und Pianist Markus Fischer das Album "S T I L L E", auf dem er - begleitet von Ingo Senst am Kontrabass - Stücke aus dem klassischen, deutschsprachigen Weihnachtslieder-Kanon wie "Leise rieselt der Schnee", "Joseph, lieber Joseph mein" oder "Stille Nacht, heilige Nacht" neu interpretierte und sie in ein intimes, akustisches Erlebnis verwandelte. Eine wohltuende Auszeit in der hekktischen Weihnachtszeit. Mit seinem langjährigen musikalischen Weggefährten, dem Gitarristen und Posaunisten Matthias Fleige, führt er dieses Konzept nun konzertant fort. Beide bedienen sich winterlich-festlicher Musik aus nah und fern, befreien sie gekonnt von allem Kitsch und lassen sie in der Akustik der Epiphaniaskirche funkeln. Ein Konzert für die, die Ohren haben die Stille zu hören.
Der Eintritt ist nach wie vor frei. Spenden sind ausdrücklich erlaubt. Einlass am 30. November ab 16:30 Uhr .
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